Geduld und Langmut | Geflügelte Worte | Ferientipps |

Geduld und Langmut

Das Wort Geduld (auch Langmut) bezeichnet die Fähigkeit, warten zu können. Geduldig ist, wer ungestillte Sehnsucht und unerfüllte Wünsche aushalten kann, ohne der erstbesten Gelegenheit zu ihrer Befriedigung nachzugeben. sondern zu warten, bis sich die beste Gelegenheit ergibt. Als duldsam bezeichnet man jemanden, der Schwierigkeiten und Leiden mit Gelassenheit und Standhaftigkeit erträgt, was nicht selten als Schwäche angesehen wird. In der Regel aber gilt Geduld als eine Tugend, anders als ihr Gegenteil die Ungeduld. Das Wort Langmut legt nahe, daß es hierfür Mut braucht, nicht nur kurz sondern lange und ausdauernd. Das alte Sprichwort sagt: "Gut Ding will Weile haben!"

Von den Schnecken lernen

Den ganzen Weg
am eigenen Leibe
kühl wie der Kiesel
und feucht wie der Lehm
ziehn sie ihre Bahn
ganz langsam voran
Das uralte Meer
Sind sie gefahren
blinzeln durch Blätter
bei den Wurzeln des Weins
ihr Haus ohne Wände
ist schon Legende
Sie hören das Gras
Ganz leise wachsen
Sie dürsten nach Tau
Und Perlen aus Licht
Sie sind stets ausgeruht
und lang währt ihr Mut

Sie nehmen sich wahr mit zarten Fühlern
sie nehmen sich Zeit beim Liebespiel
wenn wir beide längst fort
sind sie immer noch dort


(1.3. 2007)

Fahrrad und Wandern - Lied eines Unmodernen

Mittwoch 12 September 2007 07:41:59

Heutzutage machen einige Zeitgenossen die " Entdeckung der Langsamkeit ", vor nicht einmal hundert Jahre war es die " Entdeckung der Geschwindigkeit " , wie das folgende Lied verdeutlicht, das etwa um 1900 entstanden sein dürfte. Gefunden habe ich es im Liederbuch der freien Turner (1913):

Lied eines Unmodernen

Wie ist es doch im Mühlengrunde
so einsam heute und so still
Ob denn in schöner Morgenstunde
kein Mensch mehr richtig wandern will
Wo seid ihr, die ihr früher walltet
den schmalen, waldumsäunten Pfad
Ach ja, das Wandern ist veraltet
man geht nicht mehr, man fährt jetzt Rad


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Wiederentdeckung der Langsamkeit

Dienstag 03 April 2007 10:33:54

Allmählich - ganz langsam, versteht sich - beginnen Menschen, umzudenken: Es gibt Städte in Deutschland, die langsamer werden wollen. Die Stadt Hersbruck in Mittelfranken zum Beispiel, eine halbe Stunde nordöstlich von Nürnberg gelegen, hat sich 2001 der aus Italien kommenden Vereinigung „Cittaslow“ angeschlossen. Langsam steht für Entschleunigung zugunsten gesteigerter Lebensqualität - für die Rückbesinnung auf regionale Kreisläufe. Keine langen Transportwege quer durch die Welt.


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Beharrlichkeit

Dienstag 13 März 2007 14:16:23

Beharrlichkeit ist Ausdauer im Ertragen und Überwinden von Schwierigkeiten. Sie ist nach PAULSEN eine Form der Tapferkeit, die Kraft des Willens, Beschwerden aller Art zu ertragen (Syst. d. Eth. II5, 25; vgl. SCHLEIERMACHER, Phil. Sittenl. § 315 ff.).

nach: Rudolf Eisler - Wörterbuch der philosophischen Begriffe (1904)

Diese Form der Tapferkeit kann man mit "Langmut" übersetzen, lang andauerndem Mut.


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Die Schnecken

Dienstag 13 März 2007 08:48:58

Rötlich dämmert es im Westen,
Und der laute Tag verklingt,
Nur daß auf den höchsten Ästen
Lieblich noch die Drossel singt.


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Die Entdeckung der Langsamkeit

Freitag 02 März 2007 11:53:44

Sten Nadolny gelang mit seinem zweiten Roman "Die Entdeckung der Langsamkeit" (1983) über die gescheiterte Expedition des britischen Seeoffiziers John Franklin zur Entdeckung der Nord-West-Passage der Durchbruch als Schriftsteller.  

Inhalt: Der Roman erzählt das Leben des englischen Seefahrers und Nordpolforschers John Franklin (1786-1847), der schon als Jugendlicher an Seeschlachten teilnahm (Kopenhagen 1801, Trafalgar 1805). Sein Lebensziel war die Entdeckung der Nord-West-Passage nördlich des Nordamerikanischen Festlandes, der Verbindung von Atlantik und Pazifik. Nach zwei Arktisexpeditionen war Franklin kurzzeitig Gouverneur in Australien, bevor er auf der dritten Forschungsreise einen Schlaganfall erlitt und mit seiner Mannschaft im ewigen Eis starb.  


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Seit 320 Millionen Jahren ausgestorben - aber quicklebendig

Freitag 02 März 2007 00:27:04

Lange vor den Dinosauriern gab es Weichtiere, zu denen auch die Schnecken gehören. Erste Schnecken lebten bereits vor 500 Millionen Jahren auf der Erde - Dinosaurier hingegen gab es erst etwa 350 Millionen Jahren später.  Es gibt etwa 43.000 Schneckenarten, die zwischen einem Millimeter und über einem Meter groß sind. Sie leben an Land, im Meer und in Flüssen und Seen.  

http://de.wikipedia.org/wiki/Schnecken

 


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